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| LitLink |
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| Chapter #: 1 Updated On: 19 August 2006 - Words Count: 874 - Number of Reads: 746 |
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| LitLink 2.0 | ![]() |
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Hersteller: Prof. Dr. Philipp Sarasin (Konzept und Entwicklung) Historisches Seminar der Universität Zürich Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Rämistrasse 64 CH – 8001 Zürich psarasin@hist.unizh.ch http://www.fsw.unizh.ch Nicolaus Busch (Programmierung) N. Busch GmbH Seestrasse 59 CH – 8610 Uster info@nbusch.net http://nbusch.net Peter Haber (Koordination) Historisches Seminar der Universität Basel Hirschgässlein 21 CH – 4051 Basel peter.haber@unibas.ch http://hist.net/haber URL: LitLink LitLink bietet die umfangreichste Erfassung von bibliographischen Details, die ich bisher gesehen habe. In Verbindung mit dem eigenen Ansatz für die Umsetzung des Zettelkastenprinzips und die Visualisierung dieser Verknüpfungen empfiehlt sich das Programm zur Arbeit für Professionals. Die Verarbeitungs- und Darstellungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu EndNote begrenzt. Die Entwickler scheinen aber bemüht auch diesen Vorsprung von Thomson Research wettzumachen. Erfreulich: Es ist kostenlos! Im Folgenden drei Screenshots (Abb. 2-4) aus dem Softwarepaket LitLink, die hervorragend aufzeigen in welcher Tiefe bibliographische Daten heute von LV-Software erfasst werden können. ![]() Schon in der Titel-Maske wird sehr deutlich, wie viel Wert die Programmierer auf die Hypertextualität gelegt haben. Abweichend von anderen Zettelkasten-Umsetzungen werden die Verknüpfung selbst stärker visualisiert. So ist beispielsweise bereits auf der Titelmaske (Abb. 2) eine Auswahl der weiteren Titel sichtbar, die der jeweilige Autor des angewählten Titels verfasst hat. LitLink ist ein Programm, an dessen inhaltliche Entwicklung eine Hochschule beteiligt war bzw. das ganz von einem Hochschul-Institut entwickelt wurde, wie Literat / Citavi oder auch Litw3. Diese stark wissenschaftliche Ausrichtung schlägt sich in der Qualität nieder, nach dem Motto: Für Wissenschaftler, von Wissenschaftlern. Frei nach Luhmanns Systemtheorie, dass nur ein System an sich weiß, was für sich selbst am Besten ist. So sind diese Programme explizit auf die Bedürfnisse der jeweiligen wissenschaftlichen Forschungsfelder ausgerichtet, innerhalb derer sie entwickelt wurden. LitLink ist speziell von und für Historiker entwickelt, diese Spezialisation führt aber keinesfalls dazu, dass diese Programme für andere Forschungsfelder oder Studiengänge unbrauchbar werden. Der Tiefe bibliographischer Datenerfassung sind bei LitLink kaum Grenzen gesetzt. Von der Erfassung des Autors und Co-Autoren, über den Herausgebern, Quellenarten, Seitenzahl des Werkes, des öffentlichen Standortes incl. Signatur, der eigenen Signatur, bis hin zu der Erfassung von übergeordneten Werken und Periodika bleibt kaum ein erdenkbarer Wunsch offen. ![]() Rund um den Titel gibt es eine Vielzahl von Variabeln, die eingepflegt werden können, so das wirklich jedes Werk ordentlich eingepflegt werden kann. Diese Daten sind verknüpft mit denen der Reiter Kartei, Links, Exzerpt und Rezension. Die Auswertungs-, Such- und Sortiermöglichkeiten, die sich durch eine solche Füllen an miteinander verknüpften Variabeln ergeben, sind enorm. ![]() Die Autorenmaske (Abb. 3) kann wichtige Daten rund um die Biographie des Autors aufnehmen, seine bisherigen Werke, einen kurzen Vita und mehr. Die Kartei(Zettel)-Maske (Abb. 4) ist der Bereich, in dem die Umsetzung des Zettelkasten-Prinzips deutlich wird. Die inhaltliche Erschließung der Texte wird in dieser Maske umgesetzt. Inhalte werden hier eingetragen, mit Stichworten versehen und somit mit beliebigen anderen Einträgen verknüpft. Die Erschließung dehnt sich auf weitere nennenswerte Bereiche aus. So können Buch-Exzerpte und Rezensionen einem Werk zugeordnet werden, siehe auf Abb. 2: „Reiter“ Exzerpt und Rezension. Zwei bemerkenswerte Features von LitLink, die in dieser Form einmalig sein dürften. LitLink ist ein gutes Beispiel für die Hybrid-Gattung, für die Erfassung und Verknüpfung von inhaltlichen, bibliographischen und biographischen Daten. Seine Stärken liegen in der Erfassung bibliographischer Daten und der Visualisierung von inhaltlichen Verknüpfungen. Die Darstellung des GUI in einem "Karteireiter"-System gefällt sehr gut und ist äußerst funktionabel. :-) Generell scheint sich diese Art der GUI derzeit durchzusetzen. Leider sind die Darstellungsmöglichkeiten begrenzt, so gibt es derzeit nur drei Formatvorlagen für Darstellung von Einträgen in Literaturverzeichnisse, auch eine Funktion, die Kurz-/ Langvermerke für Zitate in die Textverarbeitung exportiert, fehlt. Insgesamt macht das Programm aber einen sehr gut abgestimmten Eindruck. Aufgrund der Tiefe ist es vielleicht für Studienanfänger etwas „abschreckend“, dafür aber bestens gerüstet für den Forschungsalltag. Da das Programm gleich von zwei Hochschul-Instituten betreut wird, erscheint die Hoffnung berechtigt, dass auch die vorhandenen Defizite in den kommenden Versionen verschwinden. Version 2.0 ist ja schon angepeilt, da bin ich aber mal gespannt. ;-) |
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