Literaturmanagement | Einleitung |
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Spätestens mit der ersten Abschlussarbeit1 kommen größere Probleme auf den gemeinen Studenten zu, da der Schwierigkeitsgrad i.d.R. expotentiell zur Seitenanzahl der zu schreibenden Arbeit ansteigt. Die Stapel von Notizzetteln, Ausdrucken, Kopien und Büchern erreichen spätestens jetzt einen Umfang, der es, dem an das verhaltene Chaos-Prinzip gewöhnten Studenten, zunehmend erschwert einen Überblick zu behalten. Die kritische Masse ist erreicht, wenn zum vernünftigen Arbeiten erst einmal "umgeschichtet" werden muss. Die Schwierigkeit liegt in der Systematisierung. Das ausgeklügelte System "Schreibtisch" stößt irgendwann an seine natürlichen Grenzen, diese finden sich i.d.R. in den Abmessungen B: 2m x T: 1m x H: 1,2m - zuzüglich 50 cm Radius Ablagefläche rund um das eigentliche System herum. Auch die Ablagetechnik "verhaltenes Chaos" erschöpft sich schnell in ihren Möglichkeiten. Spätestens jetzt beginnt der Student nachzudenken, was er verändern könnte. Zu seiner Überraschung wird er feststellen, dass es eine Fülle an alternativen Methoden der Archivierung, Auswertung und Verwaltung von Literaturangaben und -inhalten gibt.
Wer noch keine Abschlussarbeit geschrieben hat, kennt dieses Problem wahrscheinlich nicht. Für die normale Studienarbeit (Referate, Hausarbeiten etc.) sind die Quellen überschaubar. Oberflächlich betrachtet bedeutet systematisches Arbeiten Mehraufwand und wird von Studenten daher oft verdrängt bzw. vernachlässigt, stattdessen wird die universelle "Schreibtischmethodik" exzessiv betrieben. Gerade für Studienanfänger lohnt es aber zusätzliche Arbeit zu investieren und ein System der Literaturverwaltung zu nutzen. Sie gewöhnen sich so von Anfang an ein systematisches Arbeiten an. Dadurch sparen sie letztendlich viel Arbeit, Nerven und Zeit, da sie effektiver Lernen und Schreiben. So wird Wissen von Anfang an archiviert, systematisiert und steht für weitere Hausarbeiten, Prüfungen und eventuelle Publikationen zur Verfügung. Welche Literaturverwaltung in Frage kommt, hängt von der gewünschten Aufgabe ab, die diese Software erledigen soll. Literaturmanagement.net will die Möglichkeiten aktueller Software aufzeigen und Kriterien zur Verfügung stellen, um eine sinnvolle Wahl zu treffen. Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass dieses Defizit an Methodik auch auf ein Problem der Lehre an deutschen Hochschulen zurückzuführen ist. Die Vermittlung von Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, in den vielerorts zu findenden Basis- und Einführungskursen, scheint ungenügend angesichts der trotzdem vorhandenen Defizite von Studenten in der Endphase des Studiums, vor der Erstellung einer Abschlussarbeit. Vielleicht ist es nötig die Vermittlung der Methoden wissenschaftlichen Arbeitens in jede Veranstaltung einzubauen und nicht auf die Basis-/Einführungskurse und die Selbstverantwortung der Studenten abzuschieben. Letztendlich ist "Systematisieren" ein wesentliches Merkmal wissenschaftlichen Arbeitens und sollte nicht stiefmütterlich behandelt werden. Eine gute Methoden-Lehre in wissenschaftlichem Arbeiten kann Studenten (und Dozenten) viel Frust sparen, ihr Leistungsniveau erhöhen und sie motivieren. Keinesfalls ist Verunglimpfung und Schuldzuweisung das Mittel der Wahl, das Äußern von Kritik muss jedoch gestattet sein und es ist angebracht die Lehre kritisch zu beäugen. 1Diplomarbeit, Thesis, Staatsexamen usw. 2Alle Quellen und Arbeitsmaterialien für die aktuelle Arbeit werden "wahllos" auf dem Schreibtisch und um diesen herum gestapelt. |



