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Kurzbeleg PDF Drucken
Diese Anleitung soll keinesfalls umfassend oder vollständig sein, sondern vielmehr einen Einblick für Interessierte geben. Interessierten Lesern sei unbedingt die ausführliche Lektüre der Literaturempfehlungen ans Herz gelegt.

 

Der Kurzbeleg

 

Wie baut sich der Kurzbeleg auf?

Worauf ist zu achten?

Der Kurzbeleg ist eine Verkürzung des normalen (Voll-)Belegs . Er folgt einem wortgetreuem Zitat oder einer inhaltlichen Anlehnung. Der Kurzbeleg ist die Quellenangabe zu einem Zitat oder einer gedanklichen Anlehnung (indirektem Zitat). Wie beim Vollbeleg gibt es Standards, die den Kurzbeleg definieren.

Wie ein Kurzbeleg aussieht:

(Schwarz, 2003, S. 98-99)

In Klammern:

1. Kürzel „vgl.“ bei indirekten Zitaten

2. Nachname des Autors

3. Erscheinungsjahr des Werkes

4. Seite(n) auf der das Zitat gefunden werden kann.

In seltenen Fällen sieht man den Kurzbeleg auch ohne Seitenzahl, das ist zu wenig informativ. In einem kleinen Aufsatz mag eine Textstelle schnell gefunden werden, aber in einer Monografie, die mehrere hundert Seiten umfäßt, ist das schier unmöglich.

Ein Beispiel für den Kurzbeleg im wörtlichen Zitat:

"Abschließend ist festzustellen: Wir können die Früchte, die ein Credit-System in Hinblick auf Transparenz von Aufwand und Leistung, Erwartungssicherheit, Flexibilität u.ä. bringt, nicht ernten, wenn wir völlig an den inhaltlichen und didaktischen Konzepten festhalten, die traditionell an deutschen Hochschulen herrschen.“ (Schwarz, 2003, S. 98-99)

Die gleiche Quelle in sinngemäßer Anlehnung (indirektem Zitat):

Credit-Systeme können nur dann erfolgreich implementiert werden, wenn die vorherrschenden inhaltlichen und didaktischen Konzepte überdacht und modifiziert werden. (vgl. Schwarz, 2003, S. 98-99)


Merke:

Kein Kurzbeleg ohne Vollbeleg im Literaturverzeichnis!


In den meisten Fällen kann davon ausgegangen werden, dass die Leserschaft Vorkenntnisse zum Thema einer wissenschaftlichen Arbeit aufweißt. In diesem Fall werden sie gängige Autoren kennen. Die Nennung eines gängigen Autors verleiht einem Zitat oder einem eigenen Gedankengang Gewicht.

Der Kurzbeleg erleichtert den Lesefluss und damit das Textverständnis. Wenn ein Leser gezwungen wird, von einer Fußnote genötigt, am Seitenende zu suchen, an das Kapitel- oder gar Buchende zu blättern, wird er wahrscheinlich auf dem Weg dahin den berühmten „Faden“ verlieren – spätestens auf dem Rückweg. Gedankengänge im kreativen Schaffensprozess sind sehr empfindlich und reagieren verschnupft, wenn sie unterbrochen werden, und um einen solchen Schaffensprozess handelt es sich bei der wissenschaftlichen Arbeit.

Der dazu gehörige Vollbeleg


Schwarz, Stefanie (2003) Auf dem Weg zu mehr Transparenz und Flexibilität: Credit-Systeme an deutschen Hochschulen. In: Welbers, Ulrich (Hrsg.) „Studienreform mit Bachelor und Master. Gestufte Studiengänge im Blick des Lehrens und Lernens an Hochschulen.“ Bielefeld: Universitätsverlag Webler. S. 93-100.


Vertiefend nachgeschlagen könnt Ihr bei:

  1. Image Eco, Umberto; Schick, Walter (2005): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg. Müller (Reihe UTB für Wissenschaft).
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  2. Image Lück, Wolfgang (2003): Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Seminararbeit, Diplomarbeit, Dissertation. München. Oldenbourg.
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